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Aktuelles Programm > Bullyparade - Der Film

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GENRE: Komödie/Episodenfilm | LAUFZEIT: 100 MINUTEN | ORIGINALTITEL: Bullyparade - Der Film | PRODUKTION: Deutschland/2017 | VERLEIH: Warner | REGIE: Michael Bully Herbig

Michael Bully Herbig bringt seine gleichnamige Comedy-Fernsehsendung auf die große Leinwand.

Hauptrollen und Schaupieler:
Michael Bully Herbig, Rick Kavanian, Christian Tramitz, Ivanka Brekalo, Rahul Chakraborty

Rückkehr der legendären Comedyshow als Kinofilm, die in fünf Episoden die bekanntesten und beliebtesten Figuren noch einmal in haarsträubende Szenarien schickt. Ein bisschen ist es wie Nachhausekommen, ein Wiedersehen mit alten Freunden. Und doch ist "Bullyparade - Der Film" keine Nostalgieshow, sondern eine willkommene Gelegenheit, drei führenden deutschen Comedians 13 Jahre nach ihrem letzten gemeinsame Kinoauftritt, damals vor mehr als neun Millionen Besuchern, erneut beim gemeinsamen Blödeln, Parodieren, Witze reißen, Kalauern und Slapsticken zusehen zu können. Für eine Handvoll Lacher tut dieser handwerklich wie gewohnt bei Michael Bully Herbig blitzsauber und mit großen Kinobildern und Genreverweisen liebevoll gemachte Film alles. Wobei man sich erst einmal daran gewöhnen muss, dass die Struktur letztlich genauso ist wie bei der von 1997 bis 2002 mit zunehmend großem Erfolg bei ProSieben Sketch-Comedyshow, aus der mit "Der Schuh des Manitu", "(T)Raumschiff Surprise - Periode I" und "Lissi und der wilde Kaiser" drei der erfolgreichsten deutschen Kinofilme der Nullerjahre hervorgingen. Das heißt, dass die einzelnen Episoden mit vielen Figuren von einst unvermittelt und ohne inhaltlichen Kitt aufeinanderfolgen. Was letztlich eine ebenso große Stärke wie auch Schwäche des Filmes ist: Kaum hat man sich an neue Abenteuer mit Winnetou & Old Shatterhand ("Winnetou in Love"), Sissi und Franz ("Wechseljahre einer Kaiserin"), der Crew um Captain Kork ("Planet der Frauen"), Lutz und Löffler ("Lutz of Wall Street") sowie dem Ossi-Brüderpaar Kasirske ("Zurück in die Zone") gewöhnt, geht es schon weiter mit dem nächsten Tableau des Wahnsinns. So entzieht sich der Film einer konventionellen Dramaturgie, aber gleichzeitig sind die Einzelteile so kurz und knapp und ökonomisch gehalten, dass es auch keinerlei Durchhänger gibt. Es ist, wenn man so will, die "Bullyparade" auf ihre Essenz konzentriert: Jedes noch so feine filmische Kabinettstückchen, jeder erzählerische Kniff steht stets im Dienst der Pointen in diesem Highway des hellen Wahnsinns und absurden Humors, in dem sich quirliger Wortwitz, handfester Slapstick und auch der ein oder andere Holzhammergag die Hand gibt. Wie sehr einem das gefällt, hängt in nicht unbeträchtlichem Maße davon ab, wie lustig man die "Bullyparade" generell findet: Zwar wurden die Geschichten auf den heutigen Stand der Dinge gebracht, aber die Figuren, in die Herbig, Kavanian und Tramitz mit Gusto schlüpfen, kennt man im Grunde. Was nicht heißt, dass der erste Bully-Film seit seiner Romantic-Comedy "Buddy" nicht auch filmisch was hergeben würde - die beiden tschechischen Kritiker Pavel Pipovic und Bronko Kulicka hätten durchaus ihren Spaß bei der intellektuellen Analyse der ambitionierten Kamerafahrten. Aber was zählt, ist der Spaß. Und der ist, auch wenn sich in die Gesichter der Protagonisten die eine oder andere Falte eingeschlichen hat, taufrisch. ts.