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Aktuelles Programm > Red Sparrow

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  • FSK 16

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GENRE: Thriller | LAUFZEIT: 141 MINUTEN | ORIGINALTITEL: Red Sparrow | PRODUKTION: USA/2018 | VERLEIH: Fox | REGIE: Francis Lawrence

Thriller um eine Agentin und Auftragskillerin nach dem Bestseller von Jason Matthews.

Hauptrollen und Schaupieler:
Jennifer Lawrence (Dominika Egorova), Joel Edgerton (Nathaniel Nash), Matthias Schoenaerts (Vanya Egorov), Jeremy Irons, Ciarán Hinds

Als eine Verletzung ihrer Ballettkarriere ein Ende setzt, stehen Dominika und ihre Mutter vor einer unsicheren Zukunft. So lässt sie sich von der Sparrow School zu einer knallharten Agentin ausbilden. Das Training ist unmenschlich, doch Dominika übersteht es und gehört bald zu den besten Rekruten. Ein CIA Agent versucht sie zu überreden, ihren Auftraggebern untreu zu werden. Doch sie hat gelernt, keinem Menschen zu vertrauen.

Thriller um eine russsische Auftragskillerin nach dem Bestseller von Jason Matthews. Eine vom Aussterben bedrohte Spezies ist er geworden, der Spionagethriller für Erwachsene. Jennifer Lawrence und ihr "Die Tribute von Panem"-Regisseur Francis Lawrence ändern das jetzt mit der Verfilmung des ersten Bestsellerromans einer Trilogie des ehemaligen Geheimagenten Jason Matthews, die sich zu etwa gleichen Teilen bei "Der Spion, der aus der Kälte kam" und "Atomic Blonde" bedient. Dabei ist "Red Sparrow" mehr als nur eine gut geölte Genremaschine, eine genussvoll perverse Variante von "Nikita", sondern eher zufällig auch noch der tagesaktuellste Film, den man sich nur vorstellen kann (und was die Filmemacher zum Zeitpunkt des Drehs unmöglich gewusst haben können): Aber der neu hochkochende Kalte Krieg zwischen den USA und Russland ist ebenso ein Thema wie auch die metoo-Debatte: Die eiskalte Heldin des Films, Dominika, ist auf Gedeih und Verderb dem männlichen Machtapparat ausgeliefert und muss als "Roter Spatz", also als eigens für heikle Missionen ausgebildete Agentin, jederzeit bereit sein, sich wie eine Prostituierte auszuliefern. Bis sie den Spieß umdreht, wobei die längste Zeit unklar bleibt, wem ihre Loyalitäten gehören und was ihre eigene Agenda ist. Das präzis ausgeklügelte Katz-und-Maus-Spiel zwischen Dominika und dem CIA-Agenten Nathaniel Nash, gespielt von Joel Edgerton, der sich einem Kontakt in Russland verpflichtet fühlt und der aufzufliegen droht, wenn der Amerikaner ihm nicht hilft, verpackt Regisseur Lawrence in das strahlend attraktivste Äußere, als würde er nicht einen dreckigen, sexuell aufgeladenen und vor allem extrem gewalttätigen Krimiplot abspielen, sondern große Oper inszenieren. Nicht von ungefähr beginnt der Film mit einem Ballett, das Lawrence im Stil von "Der Pate" mit einer geheimen Übergabe in einem Moskauer Park gegenschneidet. Hier ist Dominika noch eine gefeierte Ballerina, die einen folgenschweren Unfall erleidet, der ihre Karriere mit einem Schlag beendet. Von Mittellosigkeit bedroht, was auch bedeuten würde, dass ihre kranke Mutter nicht mehr ärztlich betreut werden kann, lässt sie sich auf den Vorschlag ihres bestens vernetzten Onkels ein, sich in der "Hurenschule" von Matron, gespielt von Charlotte Rampling, die ohne jeden Zweifel die beste Darstellerin für diese Rolle ist, ausbilden zu lassen. Jennifer Lawrence spielt ihre volle Starpower aus als gefallener Engel, beweist aber auch Mut mit vielen Szenen, die sie in weitgehend oder ganz unbekleidetem Stadium zeigen. Natürlich geht es ihr und ihrem Regisseur um Kink, um die Fetischisierung von Körpern und Gewalt an Körpern: Folter oder Sex nehmen hier eine gleichbedeutende Position ein. Vor allem aber ist es dann der wilde Plot, der einen fesselt. Und hoffen lässt, dass die beiden anderen Bücher der Trilogie von Matthews auch verfilmt werden. ts.