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Aktuelles Programm > Planet der Affen: Survival

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GENRE: Science Fiction/Action | LAUFZEIT: 140 MINUTEN | ORIGINALTITEL: Planet der Affen: Survival | PRODUKTION: USA/2017 | VERLEIH: Fox | REGIE: Matt Reeves

Fulminanter Abschluss der Reboot-Trilogie, in der Caesar seine Affen aus der menschlichen Versklavung retten und ins gelobte Land führen muss.

Hauptrollen und Schaupieler:
Andy Serkis, Judy Greer, Woody Harrelson, Steve Zahn, Ty Olsson

Die Schlacht hat Schimpanse Caesar gewonnen, den Krieg gegen die nach einem Affenvirus dezimierte Menschheit um die Zukunft der Affen noch nicht. Nach einem schrecklichen Massaker, das ein verrückt gewordener Colonel aus blindem Hass im Affenlager anrichtet, zieht Caesar mit seinen engsten Vertrauten los, um ein neues und sicheres Zuhause für seinen Stamm zu finden. Er ahnt nicht, dass die zurückgebliebenen Affen den Truppen des Colonel in die Hände fallen und in einem Internierungscamp versklavt werden.

Fulminanter Abschluss der Reboot-Trilogie, in der Caesar seine Affen aus der menschlichen Versklavung retten und ins gelobte Land führen muss. Dass der humanistischste Sommer-Blockbuster des Jahres ausgerechnet ein Film ist, in dem Primaten die Identifikationsfiguren sind, ist keine Überraschung. Schon 2014 war Matt Reeves mit "Planet der Affen: Revolution", dem zweiten Teil des 2011 mit "Planet der Affen: PRevolution" begonnenen Reboots des legendären Science-Fiction-Franchise aus den späten Sechziger- und Siebzigerjahren, etwas Vergleichbares gelungen. Das Verblüffende am Abschluss der Trilogie, mit dem sich der Handlungskreis um den im ersten Teil frisch geborenen, mittlerweile aber zum Führer der Affen herangereiften Schimpansen Caesar schließt, ist auch nicht mehr die erstaunliche Perfektion, mit der die Affen mit Hilfe von Performance-Capture-Technologie zum Leben erweckt werden, und die großartigen Leistungen der Schauspieler, allen voran Andy Serkis, der nach Gollum, King Kong und Kapitän Haddock mit Caesar sein Meisterstück abliefert. Es ist die Fähigkeit von Matt Reeves, den Abschluss dieser Geschichte auf der größtmöglichen Leinwand auszubreiten, aber die wichtigsten Momente doch fast ausschließlich in feinfühligen Großaufnahmen einzufangen. "Survival" ist eine der seltenen Sommer-Großproduktionen (Boxoffice Mojo listet ein Budget in Höhe von 150 Mio. Dollar), in denen das Spektakel Dreingabe ist, das Krach-Bumm-Peng Nebensache, der im Originaltitel prophezeite Krieg nur Triebfeder für die entscheidenden Aktionen der handelnden Figuren. Um Entscheidungen mit größtmöglichen Folgen geht es: Vor allem muss sie Caesar treffen in dieser düsteren, bedeutungsschwangeren Geschichte, die so nahtlos an den Vorgänger anschließt, dass man sich bisweilen wünschen möchte, der Film würde in einer etwas anderen Tonart spielen. Aber natürlich ist es auch konsequent und nachvollziehbar, was Reeves macht, der zu Beginn mit ganz dickem Pinselstrich aufträgt und erst nach dem martialischen Auftakt mit maximaler Musikbeschallung, der vielen Affen in Caesars Stamm, darunter die Mutter seiner Kinder und sein ältester Sohn, das Leben kostet, den Bleistift zückt, um fortan mit ganz feinem Strich zu erzählen: Mit einer Gruppe seiner engsten Vertrauten zieht Caesar los, um Rache zu üben. Unterwegs stoßen sie in unwirtlichem, schneebedeckten Terrain auf ein auf sich allein gestelltes blondes Mädchen, das sich schnell mit den Affen identifiziert, und einen alten Zirkusschimpansen, der ebenfalls der menschlichen Sprache mächtig ist. Alldieweil ahnen die Gefährten nicht, dass die zurückgebliebenen Affen den Truppen des von blindem Hass auf die Primaten angetriebenen Colonel in die Hände fallen und in einem Internierungscamp versklavt werden. Dort wird es zum großen Showdown kommen, der Reeves die Gelegenheit, mal etwas subtiler, mal etwas weniger subtil große Filmklassiker wie "Apocalypse Now", "Gesprengte Ketten" oder "Die Brücke am Kwai" und nicht zuletzt "Exodus" zu zitieren, während zum letzten Halali auf die verbliebenen Menschen geblasen wird. Der von Woody Harrelson etwas aufdringlich wie Marlon Brandos General Kurtz gespielte Colonel wäre der große Schwachpunkt des Films, wenn Reeves und sein Drehbuchautor Matt Bomback nicht einen raffinierten Kniff finden würden, auch diesem Monster eine verblüffende Tiefe zu verleihen und zu einer durch und durch tragischen Figur zu machen. Es ist ein Film über Verlust und Trauer, über Niederlagen und Abschied. Aber er erzählt eben auch davon, wie daraus Hoffnung und Aufbruch erwachsen können. Wenn ein Affe den Wert des Lebens schätzen lernen kann, vielleicht können wir das auch. ts.