Kino Kino
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Aktuelles Programm > Molly's Game - Alles auf eine Karte

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  • FSK 12

GENRE: Drama/Kriminalfilm | LAUFZEIT: 140 MINUTEN | ORIGINALTITEL: Molly's Game - Alles auf eine Karte | PRODUKTION: USA/2017 | VERLEIH: SquareOne (Fox) | REGIE: Aaron Sorkin

Packendes Drama nach einer wahren Geschichte um eine ehemalige Olympionikin, die mit ihrer exklusiven Pokerrunde auch die russische Mafia anlockt.

Hauptrollen und Schaupieler:
Jessica Chastain (Molly Bloom), Idris Elba (Charlie Jaffey), Kevin Costner (Larry Bloom), Michael Cera, Jeremy Strong

Molly Bloom landet nach einem abgebrochenen Jurastudium über einen Aushilfsjob in der Underground-Poker-Szene und wird bald zu deren Königin. Sie organisiert Pokerturniere, die mit ihren extrem hohen Einsätzen die exklusivste Klientel anlockt. Außer VIPs aus Sport, Business und Entertainment sind aber auch Mitglieder der russischen Mafia Gäste an ihrem Spieltisch. Das ruft das FBI auf den Plan. Sie wird verhaftet. Anwalt Charlie Jaffey übernimmt ihre Verteidigung.

Packendes Drama nach einer wahren Geschichte um die Veranstalterin einer exklusiven Pokerrunde, die auch die russische Mafia anlockt. Von den Weltpremieren des letztjährigen Toronto International Film Festival war "Molly's Game" das große Ticket. Das Regiedebüt des Oscar-prämierten Drehbuchautoren Aaron Sorkin mit der großartigen Jessica Chastain in der Hauptrolle basiert auf den Memoiren von Molly Bloom und erzählt die Geschichte einer ambitionierten jungen Frau, die in New York einen millionenschweren Pokerring aufzieht, um schließlich wegen angeblicher Verbindungen zur Russenmafia ins Visier des FBI zu geraten. Eine ausgezeichnete Spielwiese für den für seine gedrechselten Dialoge bekannten Autor von "Moneyball" und "Steve Jobs", sich in gewohnter Eloquenz an seinen Lieblingsthemen abzuarbeiten, Sucht nach Macht, obsessives Streben nach Perfektion und die Unfähigkeit dieser Perfektionisten, Niederlagen zu akzeptieren. "Was gibt einem ein gutes Gefühl, wenn man verliert? Gewinnen!", sagt Molly Bloom folgerichtig in ihrem im für Sorkin typischen Stakkatorhythmus vorgetragenen Off-Kommentar: Als Tochter eines dominanten Vaters und Schwester zweier auf ihrem Gebiet jeweils brillanten älteren Brüdern steht sie als Skiläuferin kurz vor der Teilnahme an den Olympischen Spielen, nur um wegen eines dummen Zufalls schwer zu stürzen. Da aber Verlieren keine Option ist, versucht sie sich mit der gleichen Verbissenheit als Organisatorin von Pokerspielen. In Rückblenden breitet Molly ihrem von Idris Elba gespielten Anwalt in zahllosen Umwegen ihre Geschichte aus, während sich die beiden in einem Tempo verbale Schlagabtausche liefern wie in den besten Screwballkomödien von Howard Hawks. Natürlich eine Spezialität von Aaron Sorkin, der hier in 140 zum Bersten gefüllten Minuten alles in die Waagschale wirft. "Molly's Game" ist wie die längst legendären zehn Minuten aus "The Social Network", nur diesmal auf volle Spielfilmlänge gestreckt. Die schiere Menge an Information ist erschöpfend. Nach dem Film fühlt man sich wie ausgewrungen. Und doch ist man glücklich, weil es dem Regiedebütanten in diesem wie eine verrückte Collage angeordneten Film gelingt, auch emotional ein Feuerwerk abzubrennen. ts.