Kino Kino
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Aktuelles Programm > Zwei Herren im Anzug

zwei herren im anzug
  • FSK 12

GENRE: Drama | LAUFZEIT: 139 MINUTEN | ORIGINALTITEL: Zwei Herren im Anzug | PRODUKTION: Deutschland/2018 | VERLEIH: X Verleih (Warner) | REGIE: Josef Bierbichler

Mehrere Generationen umspannendes Drama um eine Bauern- und Wirtsfamilie nach dem Roman "Mittelreich" von Josef Bierbichler.

Hauptrollen und Schaupieler:
Josef Bierbichler (Pankraz), Martina Gedeck (Theres), Simon Donatz (Semi), Sophie Stockinger, Irm Hermann

Pankraz würde gerne Sänger werden, doch als sein älterer Bruder als psychisches und physisches Wrack aus dem ersten Weltkrieg zurückkehrt, muss er den Hof und das Wirthaus am See vom Vater übernehmen. Im Zweiten Weltkrieg muss auch er an die Front, heiratet spät seine Jugendliebe Theres und bekommt einen Sohn, dem er aber immer fremd bleibt. Erst bei der Beerdigung von Theres beginnen Vater und Sohn offen miteinander zu sprechen.

Generationen umspannendes Drama um eine Bauern- und Wirtsfamilie nach dem Roman "Mittelreich" von Josef Bierbichler. Hut ab! Der vor allem als Schauspieler markanter Figuren bekannte Josef Bierbichler dreht einen Film nach seinem biografisch inspirierten Romanerfolg "Mittelreich". Er schreibt das Drehbuch, inszeniert selbst - auch sich in einer Doppelrolle als Hauptfigur des Seewirt Pankranz und dessen Vater. Und wie beim Buch traut er sich auch etwas beim Film, das die kunstvolle Sprache, die krasse Grausamkeit und den galligen Ton aus der Vorlage übernimmt. Als Rahmen für seine drei Generationen umspannende Geschichte einer Bauern- und Wirtsfamilie wählt er die Beerdigung der von Martina Gedeck gespielten Frau von Pankraz, bei der die einander fremden Vater und Sohn bei Bier und Schnaps im Wirtsraum über die Vergangenheit zu sprechen versuchen, ihren Gedanken nachhängen. Sohn Semi wird gespielt von Bierbichlers Sohn im echten Leben Simon Donatz. Was dem Film zusammen mit den eindrücklich und mit fließenden Bewegungen von Tom Fährmann gefilmten Locations und Landschaften, den Kostümen und den entsprechend gecasteten Nebenfiguren eine gewisse Authentizität verleiht. Es entsteht ein wuchtiges, auch galliges Gesellschaftsgemälde, das zwischen den Extremen hoher Kunst, Wagner-Pathos und bösem Bauernschwank balanciert. Rechtes Gedankengut zieht sich durch alle Generationen. Semi wird im katholischen Internat von Priestern missbraucht. Der Vater ist im Krieg nicht einfach Soldat, sondern fährt einen LKW, in dessen Laderaum von den Nazis unerwünschte Menschen vergast werden. Zwei von ihnen sind die titelgebenden Herren mit Hut, die überall auftauchen - auch im wörtlichen Sinne - als eine Art griechischer Chor fungieren und Pankraz stets an seine Tat erinnern. Pankraz wird als gefühliger Mensch vorgestellt, der Sänger werden wollte, auch im Alter immer wieder Wagner-Opern auflegt und sich bisweilen auch wie deren Helden fühlt. Doch als sein älterer Bruder als psychisches und physisches Wrack aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrt, muss er das Familienerbe antreten, Hof und Wirtshaus am See übernehmen - der Anfang vom Ende... Groteske, mit schönen und witzigen visuellen und akustischen Einfällen gespickte, bayerische Variante der "Buddenbrooks", die ihren Höhepunkt in einer von Kofelgschroa untermalten wilden Faschings- und Sturmnacht hat. Bierbichler und die Produzenten X Filme gehen auch bei der Herausbringung des sehr eigenen Films eigene Wege und arbeiten mit Kinobetreibern zusammen. hai.