Kino Kino
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Aktuelles Programm > Ready Player One

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  • FSK 12
  • 3D

GENRE: Science Fiction | LAUFZEIT: 140 MINUTEN | ORIGINALTITEL: Ready Player One | PRODUKTION: USA/2018 | VERLEIH: Warner | REGIE: Steven Spielberg

Herausragende Adaption des Bestsellers von Ernest Cline, in dem ein Jugendlicher in einer virtuellen Welt drei vertrackte Rätsel lösen muss.

Hauptrollen und Schaupieler:
Tye Sheridan (Wade Owen Watts / Parzival), Olivia Cooke (Samantha Evelyn Cook / Art3mis), Simon Pegg (Ogden Morrow / Og), Ben Mendelsohn, Mark Rylance

Wie Millionen andere Menschen entflieht auch der Jugendliche Wade den Härten der Realität, indem er in die virtuelle Welt der Oasis eintaucht, in der er mit seinem Avatar Parzival so cool und erfolgreich sein kann, wie er will. Der verstorbene Oasis-Erfinder Halliday hat drei schier unlösbare Rätsel in der Matrix hinterlassen. Wer sie errät, erhält den Schlüssel zum virtuellen Königreich. Daran ist auch der Konzern des kompromisslosen Sorrento interessiert, doch Wade gelingt der entscheidende Durchbruch.

Herausragende Adaption des Bestsellers von Ernest Cline, in dem ein Jugendlicher in einer virtuellen Welt drei vertrackte Rätsel lösen muss. Als einer der Ritter der Tafelrunde war Parzival einer der entscheidenden Protagonisten bei der Suche nach dem Heiligen Gral. Dass der Jugendliche Wade die mythische Figur in "Ready Player One" als Namen für seinen Avatar in der virtuellen Welt der Oasis verwendet, ist also naheliegend, ist aber auch anderweitig logisch, weil Parzival aufgrund seiner Herkunft ein Außenseiter im Ritterverbund blieb. So wie sich Wade eben fühlt in der realen Welt, die den Menschen nicht viel bieten kann außer ein Leben in aufeinandergestapelten und notdürftig möblierten Parzellen. Wer etwas erleben und aus sich machen will, der taucht ein in die Oasis, ein Second-Life-Konstrukt des verstorbenen Computergenies Halliday, der seinen Fans kurz vor seinem Tod noch ein besonderes Geschenk gemacht hat. Er hat in der Matrix der Oasis drei Ostereier versteckt, drei vertrackte Rätsel. Wer sie löst, wie einst Indiana Jones erraten musste, welcher Kelch der heilige Gral ist, wird die Herrschaft über die virtuelle Welt übernehmen. Was nicht nur Abermillionen von jugendlichen Fans auf den Plan ruft, sondern auch eine multinationale Firma, die die eigentlich zum Wohle der Menschheit entwickelte Oase des Philanthropen Halliday zu ihrem Vorteil ausschlachten will. Ein Kampf der Guten gegen die Bösen ist vorprogrammiert, von David gegen Goliath, eine Robinhoodiade, so simpel, wie nur großes Kino sein darf, aber eben auch ein Augenschmaus mit zahllosen Anspielungen und Referenzen an Film, Fernsehen und Popkultur der Achtziger. Womit Steven Spielberg sich auch vor sich selbst verbeugt: Er hat einen Film gemacht über eine Kultur, die er selbst geprägt hat wie kein anderer. Und er scheint endlich wieder Spaß zu haben, sein Publikum zu packen und einfach nur zu unterhalten, nach den ernsten und schwer wiegenden Filmen der letzten Jahre. Ja, er selbst ist Halliday, den er auf der Leinwand von dem wie immer brillanten Mark Rylance spielen lässt, und die Oasis, ist sie nicht genau so wie das Kino selbst, ein Ort, an den sich die Menschen flüchten, um dem Alltag zu entkommen. Oder um das Bild von der Tafelrunde weiterzuführen: Spielberg ist Merlin, der Magier, der bei der Verfilmung des Kultromans von Ernest Cline, den dieser gemeinsam mit Zak Penn selbst adaptiert hat, wieder Bilderwelten zaubert , wie man sie noch nicht gesehen hat, die staunen lassen, angefüllt mit Verweisen auf "King Kong", "Zurück in die Zukunft", "Blade Runner", "Der Gigant aus dem All" und viele mehr und voller Zitate des eigenen Schaffens: ein vaterloser furchtloser Held, umgeben von den "Lost Boys", die im digitalen Zeitalter natürlich Gamer aus aller Herren Länder sein müssen. Und wer ist Bösewicht Sorrento, gespielt von Ben Mendelsohn, wenn nicht Hook oder etwa Toht aus "Jäger des verlorenen Schatzes"? An der Oberfläche ist "Ready Player One" nur ein verwegener Thrillride, der in eine computeranimierte Welt einlädt, in der alles möglich scheint, ein Triumph des Unterhaltungskinos, ein weniger düsterer "Matrix" über einen Jungen und ein Mädchen - Tye Sheridan und Olivia Cooke - gegen den Rest der gottverdammten Welt. Wenn man nur kurz hinter den Vorhang blickt, entdeckt man aber einen Film wie ein Eschergemälde, der sich wild um sich selbst zu drehen und nach Belieben ineinander zu falten scheint. Und im Kern doch eines ist: eine Gelegenheit für Steven Spielberg, sich vor dem Regisseur zu verbeugen, den er für den Größten seiner Zunft hält: Wie hier in der Mitte des Films dem Genie von Stanley Kubrick gehuldigt wird, dessen geplantes Projekt "A.I." Spielberg einst realisiert hat, ist so wunderbar, dass selbst die große Schlacht zum Showdown des Films dagegen verblasst. ts.