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Aktuelles Programm > Die Migrantigen

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  • FSK 12

GENRE: Komödie | LAUFZEIT: 99 MINUTEN | ORIGINALTITEL: Die Migrantigen | PRODUKTION: Österreich/2017 | VERLEIH: Camino | REGIE: Arman T. Riahi

Hauptrollen und Schaupieler:
Aleksandar Petrovic, Daniela Zacherl, Faris Rahoma, Doris Schretzmayer, Josef Hader

Eine lockere, bissige Komödie zum Thema Migranten bzw. Vorurteile über sie liefert Arman T. Riahi mit "Die Migrantigen", der im österreichischen Kino nach elf Wochen rund 500.000 Euro einspielte und zum kleinen Hit avancierte. Arman T. Riahi weiß wovon er erzählt, kam er mit seiner Familie 1983 aus dem Iran nach Österreich, porträtierte er mit "Schwarzkopf" einen aus dem Iran stammenden Rapper Nazar und bearbeitete er das Thema bereits mit seinen beiden Hauptdarstellern Faris Rahoma und Aleksandar Petrovi? in der Serie "Neue Wiener". Die beiden, die auch am Drehbuch mitwirkten, spielen die Wiener Kumpels Benny und Marko. Benny würde gerne ein De Niro oder Pacino werden, bekommt aber nur Rollen wie Taxifahrer Omar angeboten (von Josef Hader in einer pointierten Nebenrolle) und lebt bei seiner Mutter. Marko überhebt sich mit seiner Werbeagentur, der Schuldeneintreiber klingelt auch an der Tür zur gemeinsamen Wohnung mit seiner schwangeren Frau. Eine Chance, an Geld zu kommen, wittert er, als sie von TV-Journalistin Marlene angesprochen werden. Sie sucht Leute mit Migrationshintergrund für ihre Doku-Serie. Spontan geben sie sich als Omar und Tito aus und lassen sich von Zufallsbekanntschaft Juwel ein Makeover verpassen und in die vermeintlich kleinkriminelle Szene einführen. Sie lernen zu reden, zu rauchen und die passende Musik zu hören. Köstliche Szenen mit ebensolchen Dialogen und Situtionen ergeben sich hier. Schließlich wird auch noch Freundeskreis und Putzfrau animiert, beim Schauspiel mit zu machen. Doch aus dem Spaß wird bald Ernst. Riahi spielt gekonnt, lakonisch und mit Wiener Schmäh mit Klischees, rückt omnipräsente Vorurteile ins Bewusstsein. Aus der bissigen, fein beobachteten Komödie wird Drama und Medienkritik bevor sie verspielt mit einer kleinen "Mission: Impossible"-Einlage zum versöhnlichen und politisch korrekten Ende kommt. Beim Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken und in Nashville wurde "Die Migrantigen" mit Publikumspreis prämiert. Auch das wunderbare Ensemble (bis in die Nebenrollen) und die perfekt ausgewählte Musik und Kostüme haben ihren Anteil daran, dass man aus dieser Komödie um Grantige (und) Migranten gut gelaunt aus dem Kino geht und sich fragt, wie unpassend allein die Bezeichnung "mit Migrationshintergrund" ist. hai.